Morjensjlock, Morjensjlock, Ihr Leute macht die Türen auf …!

Klappern – eine alte Tradition in Brenig

14.4.2019 – Seit je her ist es in Brenig Tradition, dass an den Kartagen, wenn die Glocken wegen des Gedenkens an das Leiden Christi nicht geläutet werden, die Kinder des Dorfes schon früh morgens mit ihren Klappern und Ratschen  losziehen, um die Menschen zum Gebet und zu den Andachten in die Kirche zu rufen. Und so werden sie es auch in diesem Jahr wieder tun: Karfreitag und Karsamstag morgens um 6.30 Uhr, mittags um 11.30 Uhr und abends um 18.30 Uhr „klappern“ sie zum Angelusgebet, und nachmittags zur Andacht beziehungsweise zur Karfreitagsliturgie in die Kirche.

Genauso ist es Tradition, dass die Dorfkinder am Samstag zwischen ihren „Diensten“ zum Eiersammeln von Haus zu
Haus ziehen, wobei sie sich über ein kleines Geschenk in Form von Eiern, heute auch Süßigkeiten oder Geld, von den Brenigern als Lohn freuen.

Früher war so gut wie jedes (katholische) Kind in Brenig auch Messdiener, so dass dieses Eiersammeln auch als „Lohn“ für deren Messdienst das Jahr über angesehen wurde.

Da in den letzten Jahren die Messdienergruppe immer weiter geschrumpft ist, sammeln die Messdiener nur noch als Türkollekte für ihre Arbeit. Die Dorfkinder gehen weiterhin in ihrem Straßengebieten Karsamstag von Tür zu Tür und freuen sich über kleine Zuwendungen.

Dieser Artikel ist in einer leicht anderen Fassung bereits im Evergislusboten 1/2015 erschienen.