Das Hasentalkreuz – die Geschichte zum Wegekreuz in Brenig

Der Breniger Zeitzeuge Anton Breuer erzählt die Geschichte hinter der Errichtung des Wegekreuzes in Brenig

„Am 10. November 1938 sollte in Brenig der alljährliche Martinszug stattfinden. Wir „Pänz“ hatten unsere Lichterfackeln meist selbst gebastelt, die der Mädchen waren aus Glanzpapier, wir Jungs hatten selbstverständlich Knollenfackeln.

Im Laufe des Vormittags wurde bekannt, alle Martinszüge müssen ausfallen. Wir waren natürlich alle traurig, und auch unsere Eltern konnten es nicht fassen. Am Nachmittag beschlossen wir „Pänz“ aus dem „Loch“, dem unteren Ortsteil Brenigs um die heutige Hennesenbergstraße herum, ein eigenes Martinsfeuer auf dem  „Hasental-Wieschen“ zu machen, natürlich unterstützt von unseren Eltern

Wir schleppten schnell Reisig, alte Kisten und Bretter zusammen und stapelten einen großen Holzhaufen. Meine Mutter backte noch jedem einen kleinen Martinswecken. Einige von uns brachten Kartoffeln, um diese nach Ende des Feuers in der Glut zu braten, es sollte ja schließlich ein lustiges Fest werden.

Unser Martinsfeuer brannte, und wir sangen Martinslieder. Klein und Groß hatten ihren Spaß.

Als dann in der Dunkelheit die meisten nach Hause gegangen waren, saßen der kleine „Clemens“ aus dem Hause Habeth im Zentwinkelsweg und ich am Kartoffelfeuer.

Aus dem Tal, in Richtung Bornheim, sahen wir einen großen Lichterschein. Die Neugierde trieb uns den Hang hinunter, wir wollten doch sehen, wer da ein größeres Martinsfeuer hatte als wir …“

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