Orte der Besinnung: Der Stationenweg und das Heilige Grab – erste Phase der Sanierung abgeschlossen

Der aus 14 Bildstöcken bestehende Stationenweg ist 1,2 km lang und ist im Rheinland in dieser Form einzigartig. Die kapellenartigen Stationen wurden nach den Plänen des Bonner Kreisbaumeisters Paul Richard Thomann, ein Schüler Karl Friedrich Schinkels, um 1860 anlässlich der Pfarrerhebung Bornheims gebaut. Bornheim war bis dahin kirchlich abhängig von Brenig. 1863 wurden die durchnummerierten Stationen anlässlich einer Mission eingeweiht …

Erste Station des Stationenwegs, dem Kreuzweg nach Brenig

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Sanierung historischer Stationenweg – erste Phase abgeschlossen!

Brenig, 14. April 2022 – Nachdem bereits Ende November 2021 die alten Spruchtafeln an den Stationen Nr. 7 und Nr. 13 gegen neue Spruchtafeln aus Udelfanger Sandstein mit eingeschlagenen und passend eingefärbten Buchstaben ausgetauscht wurden, waren nun im März 2022 die übrigen Stationen an der Reihe.

Weitergeführt wurden die Arbeiten am 3. März 2022 mit dem Ausbau der alten Spruchtafeln. Bei herrlichem Sonnenschein starteten die Arbeiten an der Station Nr. 1 in der Kalkstraße. Der Strom für Flex und Stemmhammer kam von hilfsbereiten Anwohnern der Stationen – ein ganz herzliches Dankeschön für die großzügige Unterstützung!

Gingen die Arbeiten zunächst erheblich zügiger als gedacht voran, so erwies sich im Verlauf der Arbeiten der Untergrund von manch alter Spruchtafel als erheblich widerstandsfähiger als erwartet. Insbesondere die Station Nr. 10 nötigte dem Arbeitsteam der Stiftung der Pfarrgemeinde St. Evergislus, welche die Sanierung der Stationen verantwortet, alles ab. Gegen Nachmittag waren schließlich alle Arbeiten erledigt.

Aufgrund der Nachtfröste der ersten Märzwoche dauerte es dann eine Woche bis zum Einbau der neuen Spruchtafeln. Am 10. März begannen die Steinmetze der Fa. Markus Thielen mit dem Einsetzen der neuen Spruchtafeln aus Udelfanger Sandstein. Dabei machten die Steinmetze ähnliche Erfahrungen wie das Team der Stiftung beim Ausbau. Jede Station ist anders und stellt so eine eigene Herausforderung dar. Zum Beispiel führt die starke Steigung des Stationenwegs ab der Kreuzung Hennesenbergstraße wie auch die bauliche Ausführung der Stationen dazu, dass die Spruchtafeln bei den Stationen Nr. 9, Nr. 10 und Nr. 11 nicht in der Waage, sondern nur an Bezugspunkten der Umrandung ausgerichtet werden konnten. So waren insgesamt zwei Tage nötig, um alle neuen Spruchtafeln einzusetzen.

Zwei Tage später konnten die durchgeführten Arbeiten an allen Stationen durch Mitglieder des Stiftungsvorstandes begutachtet und das Ergebnis der Arbeiten abgenommen werden. Das Wetter passte zur Stimmung – strahlender Sonnenschein: Alle waren überaus zufrieden mit dem Erreichten. Die Natursteinplatten werten den historischen Stationenweg noch einmal in seiner Bedeutung auf.

Ein Stopp an der Station Nr. 12 wurde dazu genutzt, um mit Malermeister Ludwig Brandt die weiteren Schritte der Sanierung, die vor allem die Malerarbeiten umfassen, abzustimmen. Hierbei werden zunächst die Stationenhäuschen von außen einer gründlichen Reinigung und Vorbereitung unterzogen, worauf die eigentlich Malerarbeiten mit Ausbessern und Streichen der Sockel, der umlaufenden Simse, der Kopfstücke inkl. Stationsnummern und der Innenseiten der Höhlungen der Terrakottabildnisse folgen. Die vorbereitenden Arbeiten werden die Stiftung in Eigenleistung erbringen und hierbei wieder auf die Hilfe der Anwohner*innen angewiesen sein. Neben Strom wird dieses Mal auch ein Wasseranschluss für den Hochdruckreiniger benötigt. Die Arbeiten sollen in naher Zukunft beginnen.

Zu guter Letzt gilt ein großer Dank der Städte- und Gemeinde-Stiftung der Kreissparkasse Köln im Rhein-Sieg-Kreis, mit deren Hilfe 5 Spruchtafeln ersetzt werden konnten, dem Förderprogramm Heimat-Scheck des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dessen Hilfe 2 Spruchtafeln ersetzt werden konnten, den Mitwirkenden und Helfern und den Anwohnern für ihre sehr hilfreiche Unterstützung, vor allen Dingen aber Ihnen, liebe Mitbürger*innen für Ihre überaus großzügigen Spenden, die das gesamte Projekt der Sanierung des Stationenwegs überhaupt erst ermöglichen.

Mut machen die mitunter großzügigen Spenden. Das gibt Schwung, daher können wir nur sagen: bitte so weitermachen!

Jetzt ist Ihre Unterstützung gefragt!

Spenden Sie einen Buchstaben, eine Natursteinplatte oder eine ganze Spruchtafel:
Jeder Buchstabe zählt: … 10 EUR
Natursteinplatte (unbeschriftet): … 100 EUR
Komplette Natursteinplatte (Spruchtafel inklusive Inschrift): … 450 EUR


Jeder Euro hilft:
Bürgerliche Stiftung Sankt Evergislus, Brenig
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE 97 3705 0299 0046 0104 23


Natürlich erhalten Sie von uns eine Spendenquittung über den jeweiligen Betrag. Bitte vermerken Sie Ihren Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung.

Wir bedanken uns bei allen, die durch eine Spende die dringend notwendige Sanierung des Stationenwegs ermöglichen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus Denkmalschutzgründen keine Spenderverweise mit Namensnennung an den Stationen anbringen dürfen.

Der Vorstand bürgerliche Stiftung Sankt Evergislus

Bilder der Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2022: