1. August – Monatsimpuls der Seelsorgebereiche Alfter-Bornheim

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Bornheim / Alfter, 1.8.2022 – 🌟Sternensommer,
Ich habe die Sterne für mich neu entdeckt – in diesem Sommer. Es ist mein Sternensommer. Da bin ich sicher,  immer dann, wenn ich in der Nacht im Sternenhimmel versinke, auf der Suche nach dem Bärenhüter, Kassiopeia, Herkules oder dem Schwan. Wunderschöne Namen – uralt und oft aus der griechischen Mythologie entlehnt. Und dann stell ich es mir vor, wie Menschen von Anbeginn Bilder in den Himmel gemalt haben, und ich ertappe mich gleichzeitig dabei, dass ich dies ebenfalls tue. Ich male Bilder – eine Rose 🌹, einen Hut 🎩, ein ♥️ usw.
Es sind meine Sterne unter vielen anderen. Das verbindet mich mit jenen, die vorgefahren sind, die wie ich heute gen Himmel geschaut haben, vielleicht auch wie ich, liegend mit ausgestreckten Armen, bereit, die Sterne aufzusammeln oder zu den Sternen zu fliegen. Für mich erzählen sie deren und meine Sterngeschichten, Geschichten zum Lachen, Weinen, Lieben, verbunden über die Brücke der Zeit usw.

„Weißt Du, wieviel Sternlein stehen, an dem blauen Himmelszelt?“ heißt es in einem alten Kinderlied. Das wüsste ich so gerne, während mein Auge sich an die stille Dunkeltiefe der Nacht gewöhnt. Und gleichzeitig spüre ich, man braucht Geduld. Je dunkler, desto heller leuchten die Sterne, und dann sind sie plötzlich da. Ich werde beschenkt mit abertausenden funkelnden und glitzernden Sternen, wie sie nach und nach aufblitzen, kann mich nicht satt sehen an meinen Freusternen. Denn es ist meine Freude am Staunen, die mich berührt und mich inne halten lässt vor der unendlichen Weite des Universums, dessen Teil ich bin.

Foto: Johannes Schwarz, Rösberg

Wenn ich zum Sternenhimmel blicke, weiß ich um meine Kleinheit, bin ich ein Sternpünktchen im großen Universum Dann verschwimmt meine Welt, relativieren sich meine Sorgen, die Herausforderungen im Leben, und alles ist eins, fühl ich mich verbunden und gleichzeitig frei, entdecke das Sternenlicht, wie leuchtende und wärmende kleine Schätze jenseits aller Zeit, und möchte sie einfangen wie Sterntaler im gleichnamigen Märchen. Jenes Mädchen, das alles verschenkt und dafür Himmelssterne geschenkt bekommt. Doch ich lebe mein Leben hier und jetzt, und es ist kein Märchen, nicht rosarot. Aber ich begreife, ich kann leuchten wie ein kleiner Stern, und Dich wärmen in Deinen Dunkelheiten, so wie ich bin – für Dich und Du für mich.

Und jetzt ist es August – und Sternenmonat – Sternschnuppenmonat. Zauberhaft zu erwartende Sternschnuppenregen lassen die Sehnsucht fliegen und die Hoffnung auf Erfüllung.

Im uralten Psalmlied 147 dürfen wir lesen, dass dieser Eine, der mit liebevollem Mitgefühl ein gebrochenes Herz auf dieser Erde heilen kann, auch der Eine ist , der in der Größe seiner Macht die Anzahl aller Sterne kennt und in seiner unendlichen Weisheit bei ihrem Namen nennen kann.

Und ich singe weiter:

Gott der Herr hat sie gezählet
Dass ihm auch nicht eines fehlet.

An der ganzen großen Zahl.

Das ist so schön, tröstet mich, hält mich geborgen, und ich weiß, er kennt auch mich und Dich, unsere Sternschnuppenwünsche füreinander.

Ihnen einen wunderschönen August und reichen Sternschnuppensegen.

Für das Foto danke ich Johannes Schwarz, Rösberg.

Ihre Ute Trimpert, Gemeindereferentin,
für das Seelsorge- und Pastoralteam des Sendungsraums in Bornheim und Alfter

Weitere Informationen finden Sie unter
www.kath-kirchen-bornheim.de,
www.baruv.de,
www.pfarreiengemeinschaft-alfter.de und
www.sanktevergislus.de.